ALLTAG: Ich habe die Qual der Wahl

EINE WUNDERSCHÖNE BEOBACHTUNGEN IM ALLTAG (März 2018)

Heute Morgen, flitzte ein kleiner Junge in der Bäckerei mit einem 10 Euro Schein in der Hand an mir vorbei, auf dem Weg zur Theke. Er kniete sich auf die Theken-Kante und rutschte hin und her um ALLES genau anzuschauen. Er fragte die Bäckerin regelrecht aus, welches Gebäck was genau ist, und ob man auch z.B. von einem Kuchen was abschneiden könnte. Er erkundigte sich ganz genau und erzählte währenddessen, das seine Mama draußen wartet und er sich SELBER etwas aussuchen dürfte. Egal was es wäre. Bei fast jedem Teilchen, fragte er auch, ob die 10 Euro die er zur Verfügung gestellt bekommen hat, dafür ausreichen würden. Die Verkäuferin nahm sich ganz viel Zeit und das Kind steckte mit seiner freudigen Erwartung regelrecht an. Es war sooo schön zu beobachten wie er diese Fülle ausstrahlte. Die Zeit drängte in ihm selber durch, weil er immer nervöser wurde und er kam nicht wirklich zu einer Entscheidung. Alle in dieser Bäckerei gaben ihm bedingungslos die Zeit die er benötigte und alle waren eher entzückt von seiner Herzlichkeit und ausstrahlenden Freude, so dass sich auch niemand über das offensichtliche, von ihm nicht bemerkte Vordrängeln, übersehen hatte. Nach ca. 5 Min. entschied er sich (sein quirliger Ton tauchte dabei in eine leise und stille Stimme ein) ganz plötzlich für ein trockenes Weizenbrötchen und eine Capri-Sonne. Seine Freude war untergetaucht, oder von einer voreiligen Entscheidung gestoppt? Die Dame hinter der Theke gab ihm das Wechselgeld und der Junge war blitzschnell verschwunden. Aber dieser Junge hinterließ etwas. Nämlich eine Berührung bei den Erwachsenen. Alle wünschten sich, dass sich der Junge das schönste Gebäck aussuchte, von dem er sooo begeistert war und er nahm doch nur ein einfaches Brötchen. Die Fragezeichen auf der Stirn der Erwachsenen waren nicht zu übersehen und das hin und her Gemunkel füllte den Raum. Danke kleiner Junge, für deinen Denkanstoß der auch bei mir wirkte:
_Wurden wir erzogen Bescheiden zu sein?
_ Nehmen wir in der Überforderung immer das, was uns am einfachsten erscheint?
_ Trauen wir uns nicht immer, das GANZ Besondere zu nehmen?
_ Hält uns ein Mangel manchmal davon ab, zu dem zu greifen, was uns wirklich gut tun würde?
_Haben wir Angst vor den Erwartungen der anderen?
_Erlauben wir uns die Fülle?
Es könnte soooo vieles sein.
Aus Neugier fragte ich die Engel, was sich genau abspielte, ohne voreilige Interpretationsmöglichkeiten zuzulassen. Mir wurde das Kinder-Symbol Cethiel gezeigt „DU BIST WICHTIG“. Ich fing an zu Lächeln und schickte seiner Seele einen lieben Gruß: Ja kleiner Junge: „DU DARFST DICH AUCH MAL WICHTIG NEHMEN“.

 

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